Bernstein


Bernstein
Bernstein zählt zu den ältesten und bis heute beliebten Schmucksteinen der Welt. Er fasziniert durch die unterschiedliche Farbgebung, eine hohe Lichtbrechung und den goldgelben Glanz nach dem Polieren. Bernstein fühlt sich sinnlich und warm an, und er ist überraschend leicht. Noch heute sammeln die Menschen an der Ostseeküste Bernstein, dem auch eine heilende und beruhigende Wirkung nachgesagt wird. Genau gesagt handelt es sich bei Bernstein (auch Amber oder mineralogisch Succinit genannt) um Baumharz, das vor Jahrmillionen aus den Wunden von Kiefern und anderen Nadelhölzern ausgetreten und an der Luft sehr schnell ausgehärtet ist. Gewaltige Mengen sanken durch Wasser, Eis und Brandung in tiefe Sedimentschichten ab, wo sie von Sand, Staub und neu gebildeten Gesteinsschichten zugeschüttet wurden und über Millionen von Jahren unter Luftabschluss und Druck zu Bernstein wurden.

Die Westküste der Halbinsel Samland ist auch unter dem Namen "Bernsteinküste" bekannt. Bei Palmnicken (Jantary) wird Bernstein industriell im Tagebau abgebaut.

Tagebau


Bernsteinschmuck

Schmuck



Der Name Bernstein bedeutet "Brennstein", also ein Stein der brennen kann. Bernstein hat keinen Schmezpunkt; erwärmt man ihn auf 170 bis 200 Grad, so wird er weich und verformbar. So kann man auch viele andere Dinge aus Bernstein herstellen.



Im Donaturm befindet sich heute das Bernsteinmuseum. Das Museum beherbergt die größte Bernsteinsammlung der Welt mit den seltensten Exponaten, darunter Pflanzen- und Insekteneinschlüsse mit Eidechsen, Skorpionen und Blüten, Kunsthandwerke aus der Kreml-Rüstkammer sowie Arbeiten Kaliningrader Künstler. Der breite, runde Turm hat drei Stockwerke und bildet einen Ring mit einem runden Garten im Innern. Alle Museumsexponate sind in zwei Hauptabteilungen unterteilt: der naturwissenschaftliche Bereich, wo die Entstehung des Bernsteins aus naturkundlicher Sicht dargestellt wird, sowie ein kulturhistorischer Bereich, in dem Kunstwerke und Schmuck aus Bernstein ausgestellt sind. Das Bernsteinmuseum hat jährlich mehr als 200.000 Besucher, Kaliningrader wie Touristen.









Bernsteinzimmer

    Nachbildung des verschollenen Bernsteinzimmers im Katharinenpalast in St. Petersburg