Geschichte



Die Geschichte der Stadt Königsberg geht auf die deutschen Ordensritter zurück, die im 13. Jahrhundert das Land eroberten und besiedelten. In sowjetischer Zeit wurde die deutsche Geschichte der Stadt total verschüttet und durfte nirgends erwähnt werden. Ein Bild wie dieses an einer Bushaltestelle im Stadtzentrum wäre unmöglich gewesen!

Bushaltestelle


Heute werden immer mehr Zeugnisse der deutschen Vergangenheit der Stadt wieder "ausgegraben", restauriert und ausgestellt. Das Interesse der russischen Bevölkerung an deutscher Geschichte ist groß.





Eines der eindrucksvollsten Museen ist der Lasch-Bunker.


Die "Festung Königsberg" wurde von hier aus befehligt und sinnlos "bis zum letzten Mann" gehalten: Der Lasch-Bunker, einst Kommandozentrale und inzwischen Museum, wurde nach der Renovierung 2013 wiedereröffnet.
Die Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein: Ein altes Telefon mit Wählscheibe und ein kastenförmiger Armeefernsprecher, eine Kerosinlampe und eine schwarze Schreibmaschine stehen auf dem Eichenholztisch, daneben liegen wild verstreut Papiere; Lageberichte, Frontmeldungen und Befehle. An der Wand, schon etwas vergilbt, sind zwei Landkarten angepinnt, selbst der graue Wehrmachtsmantel hängt noch am Haken.
Lasch
























Alles ist so belassen, wie es am 9. April 1945 war, als der deutsche Befehlshaber von Königsberg General Otto Lasch am Abend die Kapitulation unterzeichnete. Zu der Zeit hatten sowjetische Soldaten bereits den über dem Bunker liegenden Paradeplatz (heute Universitätsplatz) unter Kontrolle genommen.
Seit vielen Jahren schon ist der Lasch-Bunker eins der beliebtesten Museen in Kaliningrad. Auf dem 30 Meter langen unterirdischen Gang mit 21 nach links und rechts abgehenden Bunkerräumen laufen jährlich über 20.000 Besucher herum.
Die im Museum befindlichen Dioramen, die den Sturm Königsbergs in verschiedenen Ansichten zeigen, wirken jetzt noch realistischer - sie wurden mit moderner Beleuchtung und speziellen entspiegelten Scheiben ausgestattet.








Friedl¬auml;nder Tor

Im Friedländer Tor gibt es ein interessantes Museum, das viele Ausstellungsstücke aus deutscher Zeit zeigt. Besonders eindrucksvoll ist ein virtueller Rundgang durch das Königsberg von vor 1945.