Rauschen - Swetlogorsk


Wasserturm


Swetlogorsk, das einstige Rauschen, gilt als beliebtester und schönster Ort des Kaliningrader Gebietes. Mit seinen alten und neuen Villen, mit seinen Hotels und Restaurants, dem parkartigen Kurzentrum rings um den alten Wasserturm, der Meerespromenade und der seltenen Kombination aus Strand und Steilküste strahlt das Seebad ein unverwechselbares Flair aus.
Wer nach Swetlogorsk fährt, will sich erholen. Das war schon Mitte des 19. Jahrhunderts so, als Rauschen dank seiner schönen Lage zum beliebten Badeort aufstieg und als Ferienziel auch außerhalb Ostpreußens berühmt wurde, Thomas Mann machte hier Urlaub, Käthe Kollwitz, Heinz Rühmann und andere.
Dass das Seebad die Sowjetzeit unbeschadet überstand, hat seinen Grund: Partei und Militär wählten Swetlogorsk als Erholungsort, als "Sotschi des Nordens" war es in der ganzen Sowjetunion bekannt. Eine Kur dort galt als Auszeichnung. Heute kommen im Jahr über 100 000 Besucher.
Im Sommer verwandelt sich die gut einen Kilometer lange Strandpromenade in einen dicht bevölkerten Mix aus Tourismusmeile, Basar und Biergarten. Nirgendwo sonst im Kaliningrader Gebiet ist das Angebot an Bernstein größer als hier. Der Palast mitten auf der Promenade ist das "Grand Palace", ein Fünfsternehotel, auf dessen Gästeliste schon Wladimir Putin und Gerhard Schröder standen.
Vom Lift einmal abgesehen, führen drei Wege vom Kurzentrum hinab bzw. von der Promenade wieder hinauf. An ihrem östlichen Ende kann man die breite Promenadentreppe. Wo die Treppe auf die Promenade mündet, zeigt eine aus bunten Keramikscherben kunstvoll komponierte Sonnenuhr die Zeit an, es ist angeblich die größte Sonnenuhr der Ostsee.
Svetlogorsk ist heute auch bei reichen Russen beliebt, die hier prächtige "Datschen" besitzen.



Am 15.5.2010 hatte ich die einmalige Gelegenheit, in Rauschen (Svetlogorsk) einem Blasmusikfestival beizuwohnen, bei dem Blaskapellen aus ganz Russland auftraten.
Und... ich war nicht nur dabei, ich war mittendrin!
Leider wurde vorher in Kaliningrad kaum Werbung dafür gemacht, deshalb hielt sich der Publikumsansturm in Grenzen.




Im Anschluss an die Parade wurde auch getanzt.




zum Seitenanfang